Hombrechtikon 2025
Im Juni 2025 schloss die Swiss Renovation GmbH die umfassende Sanierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1960 in Hombrechtikon ab. Was als Untersuchung von Feuchtigkeit und Schimmel begann, entwickelte sich zu einer ganzheitlichen Transformation: strukturelle Instandsetzung, neuer Grundriss mit offenem Wohnkonzept, vollständig erneuerte Haustechnik und eine nachhaltige Heizlösung auf Basis einer Wärmepumpe.

Sämtliche Phasen- Planung, Zeichnungen, Konstruktionsdetails, Beschaffung, Ausführung und Einhaltung der SIA-Normen lagen in der Verantwortung eines einzigen Unternehmens. Die Gesamtverantwortung für das Projekt übernahm Herr Akef, Geschäftsführer der Swiss Renovation GmbH, von der ersten Begehung bis zur Schlüsselübergabe.
Ausgangslage Ein Gebäude in kritischem Zustand
Die Swiss Renovation GmbH wurde durch den neuen Eigentümer der Liegenschaft kontaktiert, kurz nach dem Erwerb des Objekts. Das Einfamilienhaus aus dem Jahr 1960 befand sich in einem Zustand, der eine Wohnnutzung nicht mehr zuliess grossflächiger Feuchtigkeits- und Schimmelbefall hatte sowohl die Bausubstanz als auch die Innenräume erheblich beeinträchtigt. Bereits bei der Besichtigung zeichnete sich ab: Eine kosmetische Renovation wäre hier unzureichend, die Substanz forderte einen ganzheitlichen Eingriff. Solche Aufträge, übernommen in einem Stadium, in dem die Substanz bereits massiv geschädigt ist, verlangen einen integrierten Ansatz. Genau hier kommt das bewährte Konzept «alles aus einer Hand» zum Tragen: Planung, Zeichnungen, Konstruktionsdetails, Material- und Gerätebeschaffung, Ausführung sowie die Einhaltung sämtlicher relevanter SIA-Normen liefen über ein einziges Unternehmen, ein einziges Team, eine einzige Verantwortungslinie.
Diagnose und Strategie Vom Befund zum Konzept
Im ersten Schritt führten wir eine detaillierte Begehung sowie eine technische Analyse des gesamten Gebäudes durch. Erfasst wurden die Ursachen der Feuchtigkeit, das Ausmass der strukturellen Schäden und der Zustand sämtlicher Installationen, Elektro, Sanitär, Heizung.
Die Befunde waren eindeutig: Eine oberflächliche Renovation hätte das Problem lediglich verdeckt. Die Feuchtigkeit hatte sich in tragende Bauteile vorgearbeitet, der Schimmelbefall war kein lokales Phänomen, sondern Symptom einer durchgängigen bauphysikalischen Belastung. Gemäss SIA 180 «Wärmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Gebäuden» war eine vollständige Wiederherstellung der Schutzfunktionen erforderlich, insbesondere der Schutz vor Tauwasserbildung und der Wasserdampfdiffusion durch die Bauteile.
Auf Basis dieser Analyse erstellten wir einen detaillierten technischen Bericht und ein umfassendes Sanierungsangebot. In der gemeinsamen Abstimmung mit dem Bauherrn wurden sämtliche Arbeitsschritte definiert und freigegeben. Drei Schwerpunkte kristallisierten sich heraus: vollständige Neustrukturierung der Innenräume, Modernisierung aller technischen Systeme und energetische Optimierung des Gebäudes.
Strukturelle Sanierung Substanz vor Design.
Bevor von Gestaltung die Rede sein konnte, musste die Substanz wiederhergestellt werden. In einem ersten Schritt entfernten wir sämtliche von Feuchtigkeit und Schimmel befallenen Materialien, Wandverkleidungen, Putze, Bodenaufbauten und alle nicht sanierungsfähigen Bauteile. Die Flächen wurden bis auf den tragenden Kern zurückgeführt.
Die freigelegten tragenden Elemente «Stützen und Balken» zeigten Schwachstellen, die eine reine Oberflächenbehandlung nicht hätten beheben können. Wir setzten betroffene Säulen und Träger fachgerecht instand, ergänzten geschwächte Bereiche und stellten die statische Integrität vollumfänglich wieder her. Die inneren Wandbereiche wurden vollständig erneuert.
Zentral für den nachhaltigen Erfolg war die Beseitigung der Schimmelursachen, nicht nur des sichtbaren Befalls. Diffusionsoffene Aufbauten, kontrollierte Anschlussdetails und die konsequente Anwendung der bauphysikalischen Grundprinzipien aus SIA 180 verhindern, dass das Problem in Jahren erneut auftritt. Diese Phase bildet das Fundament für alles, was darauf folgt, ohne sauberen Rohbau bleibt jede gestalterische Massnahme Kosmetik.
Wir finden die Ursache.
Neuer Grundriss Open Space als kommunikatives Zentrum
Mit der wiederhergestellten Substanz öffnete sich der Spielraum für eine grundlegende Neuinterpretation der Wohneinheit. Die ursprüngliche Raumaufteilung wurde nicht restauriert, sondern systematisch hinterfragt und neu konzipiert.
Die Küche, ursprünglich zentral im Bereich eines ehemaligen Bibliothekszimmers gelegen, verlegten wir an die Gebäudeseite. Der neue Standort bietet bessere Lichtverhältnisse, eine optimierte Funktionalität und eine sinnvollere Verbindung zu den angrenzenden Räumen. Die Trennwand zwischen Küche und Wohnzimmer wurde vollständig entfernt aus zwei separaten Räumen entstand ein offener, zusammenhängender Wohnbereich.
Im Zentrum dieses Open-Space-Konzepts steht eine Kücheninsel mit funktionaler Arbeitsfläche. Sie übernimmt zwei Aufgaben gleichzeitig: praktische Arbeitszone und kommunikativer Mittelpunkt zwischen Kochen, Essen und Wohnen. Ergänzt wird die neue Raumstruktur durch ein kompaktes, separat geführtes Home-Office eine ruhige Arbeitsumgebung innerhalb des Hauses, die den heutigen Anforderungen an flexibles Arbeiten gerecht wird.
Die Neugestaltung ist mehr als eine ästhetische Entscheidung. Sie reagiert auf eine veränderte Wohnrealität: weniger Abgrenzung, mehr Verbindung, klar definierte Funktionsbereiche statt starrer Zimmerlogik. Das Resultat: ein Grundriss, der die täglichen Abläufe unterstützt, statt sie zu unterbrechen.
Licht und Fenster Neue Öffnungen, neue Wirkung
Die Lichtführung war in der ursprünglichen Bausubstanz unzureichend ein Mangel, der durch den neuen Grundriss umso stärker spürbar gewesen wäre. Wir ersetzten daher sämtliche Fenster des Gebäudes durch moderne, energieeffiziente Systeme.
An strategisch ausgewählten Stellen schufen wir zusätzlich grössere Fensteröffnungen. Diese Eingriffe in die bestehende Fassade erforderten konstruktive Sorgfalt: tragende Strukturen wurden neu geführt, Stürze fachgerecht eingebracht, Anschlussdetails nach den Anforderungen an Wärme- und Feuchteschutz ausgeführt.
Das Resultat verändert die räumliche Wahrnehmung grundlegend. Tageslicht erreicht heute Bereiche, die zuvor künstlich beleuchtet werden mussten. Die optische Verbindung zwischen Innen und Aussen wurde gestärkt, die Wohnqualität spürbar erhöht. Gleichzeitig verbesserte der Fenstertausch den energetischen Zustand der Gebäudehülle ein Schritt, der mit der späteren Wärmepumpenlösung Hand in Hand greift.
Haustechnik Wärmepumpe und Fussbodenheizung
Im Zentrum der energetischen Modernisierung steht ein Wärmepumpensystem, das Umweltwärme effizient in Heizenergie umwandelt. Die Lösung reduziert den Verbrauch fossiler Energieträger erheblich und entspricht den Anforderungen an energieeffizientes Bauen gemäss SIA 380/1 «Heizwärmebedarf».
Die Wärmepumpe arbeitet im Verbund mit einer flächendeckenden Fussbodenheizung. Dieses Heizungskonzept nutzt niedrige Vorlauftemperaturen – den idealen Betriebspunkt einer Wärmepumpe – und sorgt gleichzeitig für eine gleichmässige, behagliche Wärmeverteilung im gesamten Wohnbereich. Heizkörper werden überflüssig, die Architektur bleibt frei.
Die Installation erfolgte in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten: Verlegung der Heizschläuche im definierten Raster, fachgerechte Einbettung in den Estrichaufbau und sorgfältige Druckprüfung vor der Inbetriebnahme. Der gesamte Bodenaufbau wurde so dimensioniert, dass er die thermische Funktion mit der mechanischen Belastung in Einklang bringt.
Energetisch betrachtet erreicht das Einfamilienhaus damit ein Niveau, das im Bestand selten ist: niedriger Heizwärmebedarf, hohe Effizienz im Betrieb und ein deutlich reduzierter CO₂-Fussabdruck. Für die Bewohner bedeutet dies tiefere Betriebskosten, ein konstantes Raumklima und eine zukunftsfähige Energieinfrastruktur.
Elektro und Sanitär Erneuerung im Verborgenen
Die technische Infrastruktur eines Gebäudes bleibt im Alltag unsichtbar ihr Zustand entscheidet jedoch über Sicherheit, Komfort und Werterhalt. Beide Gewerke wurden vollständig erneuert.
Die Elektroinstallation: komplett neue Verkabelung, neue Verteilerkästen, normkonforme Absicherung sämtlicher Stromkreise. Bestehende Leitungen waren teils marode, teils nicht mehr den heutigen Schutzanforderungen entsprechend ausgelegt. Mit der Neuverkabelung wurden gleichzeitig moderne Anforderungen an Steckdosenanzahl, Datenpunkte und schaltbare Beleuchtungszonen umgesetzt.
Parallel dazu wurden sämtliche Sanitärleitungen neu installiert: Kalt- und Warmwasserführung, Abwasserleitungen sowie die Heizungsanschlüsse für die Fussbodenheizung. Die Leitungsführung wurde dem neuen Grundriss angepasst insbesondere der verlegten Küche und dem sanierten Badezimmer. Verbindungspunkte wurden auf die zentrale Wärmepumpenanlage abgestimmt, sodass ein hydraulisch effizientes Gesamtsystem entstand.
Beide Arbeiten erfolgten in enger zeitlicher und räumlicher Abstimmung mit der Gebäudetechnik und dem Trockenbau. Diese Koordination möglich durch das Konzept «alles aus einer Hand» verhinderte Schnittstellenverluste und nachträgliche Eingriffe in fertige Oberflächen.
Bad und Boden Der Innenausbau
Das Badezimmer wurde vollständig neu aufgebaut. Vom Unterbau über die Abdichtungsebene gemäss SIA 271 «Abdichtungen von Hochbauten» bis zu den Fliesen, Sanitärobjekten und Armaturen entstand ein Raum, der die heutigen Ansprüche an Funktionalität und Hygiene erfüllt. Besondere Aufmerksamkeit galt der Schwellenführung und den Anschlussdetails bauphysikalisch heikle Punkte, die bei unsachgemässer Ausführung zu Folgeschäden führen.
Der Bodenaufbau wurde im gesamten Wohnbereich neu konzipiert. Auf der gedämmten Tragschicht mit eingebetteten Heizschläuchen folgt ein präzise nivellierter Estrich, darauf der finale Bodenbelag. Die Materialwahl orientiert sich an Langlebigkeit, einheitlicher Anmutung und thermischer Kompatibilität mit der Fussbodenheizung kein Belag wirkt isolierend, alle Übergänge zwischen Räumen wurden sauber geführt.
Diese Arbeiten markieren den Übergang von der Bauphase zum fertigen Haus. Was zuvor in einzelnen Gewerken nebeneinanderstand, fügt sich zu einer kohärenten Gesamterscheinung, eine durchgängige Materialsprache, klare Linien, harmonische Übergänge.
Trockene Wände. Gesunde Zukunft.
Vom unbewohnbaren Bau zum modernen Zuhause
Was als Untersuchung von Feuchtigkeit und Schimmel begann, endete mit der Übergabe eines vollständig transformierten Einfamilienhauses. Aus einem Gebäude in kritischem Zustand wurde ein zeitgemässer, energieeffizienter Wohnraum mit neuem Grundriss, sanierter Substanz, moderner Haustechnik und einer nachhaltigen Heizlösung.
Das Projekt durchlief sämtliche Phasen unter einer einzigen Verantwortungslinie: Planung, Zeichnungen, Konstruktionsdetails, Beschaffung von Materialien und Geräten, Ausführung sowie die Einhaltung der relevanten SIA-Normen. Diese Geschlossenheit der Verantwortung, getragen vom Geschäftsführer Herrn Akef und einem Team aus Mitarbeitern der Swiss Renovation GmbH war Voraussetzung dafür, dass alle Gewerke zeitlich und technisch ineinandergriffen.
Im Juni 2025 wurde die Liegenschaft termingerecht an den Eigentümer übergeben. Die Abnahme erfolgte nach den Bestimmungen der SIA 118 «Allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten». Was bleibt, ist mehr als ein saniertes Einfamilienhaus: Es ist eine wiederhergestellte Substanz, ein neuer Lebensraum und eine Investition, die den Wert der Liegenschaft langfristig sichert.
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